1. Mai 2014:

English Call: that`s not all…RISE UP!

Freedom of Movement now!
Antirassistische & Antikapitalistische Vorabenddemonstration
30. April / 19:00h / Bahnhof Altona

Make capitalism history!
Antikapitalistischer/Klassenkämpferischer Block auf der DGB-Demo
1. Mai / 10:30h / U Lohmühlenstraße
im Anschluss: Alternative Kundgebung mit Open-Air Diskussion zum politischen Streik

Organisiert von: Rise-Up! Bündnis Hamburg
Unterstützt von:
Vorb.Grp. Jour Fixe Gewerkschaftslinke; Infoladen Wilhelmsburg; Jugenddruck; Kampagne Tatort Kurdistan Hamburg; Noya Hamburg; Ver.di Jugend Hamburg

Mobi-Plakat

Route Vorabenddemonstration:
Auftakt Bhf Altona, Max-Brauer-Allee, Hospitalstraße, Schomburgstraße, Unzerstraße,
Louise-Schroeder-Straße, Holstenstraße, Reeperbahn, Taubenstraße,
Hopfenstraße, Davidstraße, Bernhard-Nocht-Straße, Antonistraße, Abschlusskundgebung Park Fiction

Aufruf:
Der Kapitalismus wird uns täglich als alternativlos verkauft. Dem wollen wir widerspechen! Die für die meisten Menschen miserablen Lebensbedingungen im Kapitalismus zeigen, dass eine andere Welt nötig und die kleinen und großen Kämpfe, dass noch lange nichts entschieden ist…

Schauen wir nach Europa…
….sehen wir von Krisen angeschlagene Staaten, die von der EU gezwungen werden, ihre öffentlichen Haushalte zu „sanieren“, dass heißt staatliche Betriebe zu privatisieren und öffentliche Ausgaben zu kürzen. In Südeuropa wurden Löhne und Gehältererheblich abgesenkt; Massenarbeitlosigkeit, drastische Verschlechterungen bei der Gesundheitsversorgung und Wohnungslosigkeit treiben die Menschen in Armut und Elend. Dagegen de­mons­trie­ren Tau­sen­de auf den Stra­ßen, ver­sam­meln sich auf öf­fent­li­chen Plät­zen, strei­ken im Be­trieb und fan­gen an, Wi­der­stand zu or­ga­ni­sie­ren. Die Ge­ne­ral­streiks, Mas­sen­pro­tes­te, Ver­hin­de­run­gen von Zwangs­räu­mun­gen und die Be­set­zun­gen von Plät­zen, Häu­sern und Be­trie­ben sind ein er­mu­ti­gen­des Si­gnal!

…denken wir an die heftigen Ausseinandersetzungen um den Gezi Park in Istanbul, ein Kampf gegen neoliberale Stadtentwicklung und um öffentlichen Raum, aber auch einer von vielen Kämpfen gegen repressive Staatspolitik und autoritäre Machthaber.

Blicken wir weiter….
…sehen wir soziale Auseinandersetzungen in etlichen Ländern. In Brasilien musste eine Preiserhöhung im öffentlichen Nahverkehr nach Protesten zurück genommen werden. Millionen Menschen demonstrieren gegen die Milliarden verschlingenden Großveranstaltungen Fussball-WM 2014 und Olympia 2016 und fordern stattdessen besseren Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung. Die Wut der Menschen richtet sich auch gegen Polizeigewalt, korrupte Verwaltungen und andere Missstände.

Und in Hamburg….
…geht einiges! Am 1. Mai 2013 schlossen sich Geflüchtete zu der Gruppe „Lampedusa in Hamburg“ zusammen und traten erstmalig in die Öffentlichkeit um gemeinsam gegen das europäische Asylrecht und für eine Anerkennung ihrer Situation als Kriegsflüchtlinge zu kämpfen.
In den folgenden Monaten rollte eine Welle der Solidarität durch die Stadt und in einer überraschenden Intensität gingen Menschen zu zehntausenden auf die Strasse und forderten ein solidarisches Europa. Immer wieder wurden die Ursachen für Flucht, Migration und Rassismus thematisiert, Schüler*innen aus ganz Hamburg streikten einen Tag lang und demonstrierten durch die Innenstadt bis zur Zentrale der SPD.
Der Hamburger Staatsapparat antwortete gewohnt kreativ, ordnete rassistische Polizeikontrollen an und versuchte damit erfolglos den Protest zu spalten und einzelne abzuschieben. Ganze Stadtteile wurden zu Gefahrengebieten erklärt, und damit diverse Grundrechte außer Kraft gesetzt.

… führte der (geplante) Abriss der Esso-Häuser zu weiteren Protesten. Der Abriss steht symbolisch für die Zerstörung bezahlbaren Wohnraums, eine Kommerzialisierung öffentlichen Raums und die Luxussanierung ganzer Stadtteile.

Make ca­pi­ta­lism his­to­ry
Das ka­pi­ta­lis­ti­sche Wirt­schafts­mo­dell ba­siert auf glo­ba­ler und individueller Aus­beu­tung und bringt not­wen­dig Armut, so­zia­le Spal­tung und Krie­ge her­vor.
Die BRD ist mit ihrer reichen Erfahrung beim Abbau von sozialen und Arbeitnehmer*innen Rechten die treibende Kraft dabei, die Bevölkerung der EU Staaten in Konkurenz zueinander zu stellen. Die Folge dieses brutalen Wettbewerbs ist ein allgemeiner Sozialabbau. Dieses Klima bietet einen fruchtbaren Nährboden für rechte und faschistische Propaganda. Wir er­tei­len jeder na­tio­na­lis­ti­schen Stand­ort­lo­gik – auf die sich viel zu oft auch die deut­schen Ge­werk­schaf­ten ein­las­sen – eine klare Ab­sa­ge.

Am 1. Mai, dem in­ter­na­tio­na­len Kampf­tag der Ar­bei­ter*in­nen, gehen welt­weit Mil­lio­nen Men­schen für ein bes­se­res Leben auf die Stra­ße. Gemeinsam und solidarisch kämpfen wir gegen Konkurrenz und Spaltungsverhältnisse und für ein schönes Leben für Alle: Ob in den Ge­werk­schaf­ten, so­zia­len Be­we­gun­gen oder an der Basis im Be­trieb, Stadt­teil oder in Schu­le und Uni. Wo immer es mög­lich ist, soll­ten wir un­se­re Kämp­fe ver­net­zen, uns or­ga­ni­sie­ren und kol­lek­tiv han­deln.
Mit einem ei­gen­stän­di­gen Block auf der Ge­werk­schafts­de­mo wol­len wir zei­gen, dass es uns um Alles geht. Wir wol­len nicht nur hier und da ein biss­chen mehr Lohn oder bes­se­re Ar­beits­be­din­gun­gen, son­dern eine grund­le­gend an­de­re Ge­sell­schaft! Um eine Ge­sell­schaft ohne Aus­beu­tung und Un­ter­drü­ckung er­kämp­fen zu kön­nen, müs­sen wir alle ler­nen, un­se­re An­ge­le­gen­hei­ten in die ei­ge­nen Hände zu neh­men. Darum set­zen wir auf Selbst­or­ga­ni­sie­rung und Selbst­er­mäch­ti­gung, statt un­se­re In­ter­es­sen an Staat und In­sti­tu­tio­nen zu de­le­gie­ren. Nur so las­sen sich Klas­sen­kämp­fe hin zu Al­ter­na­ti­ven zum Ka­pi­ta­lis­mus und zur rassistischen Festung Europa ent­wi­ckeln. Geht mit uns auf die Straße!

1. Mai 2013:

Klas­sen­kämp­fe­ri­scher/an­ti­ka­pi­ta­lis­ti­scher Block auf der DGB-​De­mo
1. Mai 2013 – 10:30 Uhr – Spiel­bu­den­platz – Ham­burg

Aufruf: Rise Up! Für eine solidarische und klassenlose Gesellschaft!

Veranstaltungen:
Veranstaltungen zum 1.Mai 2013

Materialien:
Flyer 1.Mai 2013
Plakat 1.Mai 2013